3.L | Freitag, 22. September 2017 (Tai/BKZ)
Vitzthums besondere englische Woche

Wenn am Samstag um 14 Uhr unsere SG-Elf in der Wiesbadener BRITA-Arena aufläuft, dann ist das siebte Aufeinandertreffen (2 - 2 - 2 bei 5:7 Tore) für etliche Spieler ein Wiedersehen an alter Wirkungsstätte. Der gelbgesperrte Kai Gehring schnürte von 2009 bis 2011 in der Regionalliga und 3. Liga 42 Mal die Stiefel für den SV Wehen Wiesbaden. Zwei SG-Sommerneuzugänge kamen gar vom SVWW in unseren Fautenhau: Max Reule, der 7 Mal das Tor unseres kommenden Gastgebers hütete, und Michael Vitzthum, der 42 Mal in der Elf der Hessen stand.

Und gerade für den 25-jährigen Vitzthum muss diese englische Woche ja etwas ganz besonderes sein. Denn für alle drei Kontrahenten in diesen 8 Tagen, der SpVgg Unterhaching (4:1), dem Karlsruher SC (1:0) und eben dem SV Wehen Wiesbaden, war unser Außenverteidiger bereits unter Vertrag. Zwei Siege in zwei Spielen schlagen in dieser Woche bereits zu Buche, in der hessischen Landeshauptstadt könnte Michael nun seine ganz persönliche perfekte Woche erleben...

Aber nicht nur für die drei Dorfklub-Kicker wird die Partie Morgen ein Wiedersehen mit Ex-Mitspielern. Denn wie die BKZ schön zusammenfasst, gibt es ja auch ein...

Quintett mit SG-Vergangenheit

Zwei Fußballer der SG Sonnenhof stehen mit dem morgigen Drittligaspiel beim SV Wehen Wiesbaden (14 Uhr, Brita-Arena) vor ihrer ersten Rückkehr an die alte Wirkungsstätte. Ersatztorwart Maximilian Reule und Linksverteidiger Michael Vitzthum wechselten vor der Saison in den Fautenhau. Sogar fünf Ex-Großaspacher tauchen auf der Lohnliste der Hessen auf.

Von Steffen Grün - Von null auf fünf in weniger als acht Monaten – der schnelle Zuwachs an Wiesbadenern mit SG-Vergangenheit ist kein Zufall. Es begann mit der Verpflichtung von Rüdiger Rehm als Trainer am 13. Februar, im Schlepptau hatte der 38-Jährige seinen bewährten Assistenten Mike Krannich. Im Sommer lotsten die beiden gleich drei Akteure zum SVWW, die sie aus ihrer Großaspacher Zeit kannten: Jeremias Lorch, Moritz Kuhn und Maximilian Dittgen.

Rüdiger Rehm und Mike Krannich

Nach der Spielzeit 2015/2016, die er mit der SG als Siebter beendet hatte, erlag Rehm dem Lockruf aus Bielefeld. Beim Zweitligisten wurde er Norbert Meiers Nachfolger, kurz darauf ließ sein Ex-Verein auch Krannich (45) ziehen, das Trainerduo war wieder vereint. Das Engagement bei der Arminia dauerte aber nur vier Monate. Rehm, der in Aspach als Assistenzcoach und Trainer acht Jahre verbrachte, und Krannich, der im Fautenhau drei Jahre der zweite Mann war, mussten nach fünf Pleiten und fünf Remis wieder die Koffer packen. Vier Monate später heuerten sie in Wiesbaden an und hievten die Hessen mit 31 Punkten aus 16 Spielen vom 19. auf den 7. Platz. In dieser Saison stehen 17 Zähler aus 9 Partien zu Buche, der SVWW ist Vierter.

Moritz Kuhn

2012 vom VfB II zum damaligen Regionalligisten gewechselt, wurde der auf der rechten Seite vielseitig einsetzbare Kicker in Aspach zum Leistungsträger. Er bestritt 63 Punkt- und 4 WFV-Pokalspiele (9 Tore, 3 Assists), war auch in den Aufstiegsspielen gegen Wolfsburg II am Ball und hatte damit seinen Anteil am größten SG-Erfolg. Er selbst übersprang Liga drei sogar, indem er sich Sandhausen anschloss. Auch wegen Verletzungen kamen in drei Jahren nur 38 Zweitliga- und 2 DFB-Pokalspiele (1 Tor, 3 Vorlagen) zusammen. Im Sommer zog der 26-Jährige nach Wiesbaden weiter, brachte es bislang auf fünf Einsätze und spielte zuletzt zweimal durch. Kuhn dürfte als Rechtsverteidiger gegen Aspach in der Startelf stehen.

Maximilian Dittgen

Der Flügelflitzer kam 2015 von Nürnberg II in den Fautenhau, steuerte in 37 Drittligaduellen sechs Tore und sechs Assists bei, spielte sich ins Visier von Kaiserslautern und wechselte 2016 zum FCK. Dort spielte der 22-Jährige meistens für die Zweite, fünf Einsätze in der Zweiten Bundesliga addierten sich auf lediglich 71 Minuten. Dittgen ist nun für eine Runde an Wiesbaden ausgeliehen, fiel zuletzt aber verletzt aus und bangt auch gegen den Ex-Klub um sein Mitwirken.

Jeremias Lorch

Der 21-Jährige fehlt am Samstag, für ihn blieb es bisher bei sieben Minuten am ersten Spieltag. Seither plagt den im Januar 2015 aus Freiberg zur SG geholten, dort vom defensiven Mittelfeldspieler zum Linksverteidiger umgeschulten Spieler eine Meniskusverletzung.

Quelle: Backnanger Kreiszeitung am 22. September 2017