Von Vereinsbeirätin - Andrea Shakoor
Unser Dorfklub zeigt Fitness und Krafttraining auf eine andere Art und erntet dafür

          DANKBARKEIT IN       
        HEUWÜRFELBALLEN

 Meine SG  &  Mein Dorfklub

     sowie

...SAWA…

SAWA-LAND

&

…„Auf Achse für die Fellnasen auf Santorini“…

Vereinsliebe seit dem 6. Lebensjahr Spvgg - SG – Dorfklub. Aber auch ein riesengroßes Herz für Tiere  - vorneweg die Fellnasen.

Mein Name ist Andrea Shakoor.

Ob Fußball, Turnen oder Tanzerei - seit meinem 6. Lebensjahr trage ich die frühere Spvgg Großaspach e.V., seit der Fusion 1994 die SG Sonnenhof Großaspach e.V. – und seit 2016 unseren charmanten Markennamen „Dorfklub“ in meinem Herzen.

Ich trug und trage es nicht nur im Herzen – ich lebte und lebe es immer noch von ganzem Herzen. 

Mein Papa war zur damaligen Zeit „Abteilungsleiter“ im Bereich Fußball – heutzutage nennt man das „Präsident“. Auf jeden Fall haben wir früher schon zusammen für die aktiven Spieler Halbzeittee gekocht und an den Spieltagen gemeinsam Frühstücksbuffet (zuhause!!!) zubereitet.

Selbstverständlich habe ich mit größter Sorgfalt die Spielerpässe sortiert – mal alphabetisch – mal nach den Rückennummern aufsteigend...

So hatten wir über viele Jahre hinweg unser Sport- und Spieltagsritual. 

In einigen Erziehungs-Eckpunkten hatten wir unsere Schwierigkeiten – ich meine, welcher Jugendliche kennt die Probleme nicht, wenn man mal wieder, oder na ja (fast) permanent zu spät abends nach Hause kommt?! Da kracht’s halt, bzw. die Diskussionspunkte finden irgendwie kein Ende… 

Aber in der Gesellschaft – vor allem im Sportverein, in der Sporthalle beim Turnen und Tanzen und natürlich auf allen Sportplatzarealen der Kreis- und Bezirksligen - waren wir uns einig und vertraut … Da konnte ich ihn immer milde stimmen und überreden.

Auf den Weg der Spvgg zur SG und letztlich zum legendären Dorfklub wäre er mächtig stolz gewesen und ich weiß, dass er sich von da oben über jeden erspielten Punkt und jedes erzielte Tor freut.

So, und jetzt machen wir einen großen Sprung.

Im Laufe des Erwachsenwerdens wurde die Vereinsliebe immer stärker und es gesellte sich eine weitere Lebensliebe hinzu: Die Tierliebe – denn sie ist bedingungslos.

Die Jahre, in denen wir uns mit einem Hund als Haustier glücklich schätzen durften, überwogen Gott sei Dank jene, in denen wir keine Fellnasen hatten.

Auch in diversen Urlauben fanden meist viele Hunde ihren Weg und ihre Verbindung zu uns. Der Abschied anschließend - ohne Worte …

Schon Anfang der 90er Jahre führte mich meine Neugierde zum Juwel der Kykladeninseln:  Santorini. Eine charmante, einzigartige Insel mit Ein- und Ausblicken, die ein Geschenk für Auge und Geist sind.

Drei Jahrzehnte vergingen, bis mich erneut eine innere Stimme anschubste und Santorini mich rief. Heutzutage gibt es ja so viele Dokus im TV und in den sozialen Medien. Immer und immer wieder sah ich mir diese an und beschloss, endlich die Koffer zu packen und diesen „Felsen“ in der Ägäis zu besuchen.

Was mich bei den Dokus immer sehr berührte, war ein Bericht über SAWALAND auf Santorini – den Tierschutz.

Ich nahm mir vor, wenn ich dort bin, hinzugehen und jeden Tag ein bisschen was Gutes zu tun und mit den verlorenen, ausgesetzten Hundeseelen spazieren zu laufen – quasi als „Urlaubsgassiläufer“.

Tja…Was soll ich sagen? Diese besondere Shelter hat etwas mit mir gemacht – und mich sehr geerdet. Warum?

Bei SAWA (= Santorini Animal Welfare Association) Santorini kümmern sich Christina & Dave um die Tiere auf dem Inselland und helfen gelegentlich auch Tieren von nahegelegenen Inseln.

Sie praktizieren und glauben an einen „Non-Kill-Shelter-Ansatz“.

Sie glauben, dass alle Tiere eine neue Chance im Leben verdienen und arbeiten hart daran, sicherzustellen, dass alle Tiere adoptiert werden und eine zweite Veränderung und die Möglichkeit für ein neues Leben erhalten.

Hunde, die teilweise unter schlimmsten Umständen ausgesetzt wurden – wenn sie es geschafft haben, SAWA zu erreichen, bzw. gefunden und hingebracht wurden - bekommen dort das Glück, aufgefangen zu sein und Gott sei Dank zu überleben.

Das Ziel von Christina & Dave ist es, diesen Tieren ein ehrliches Zuhause zu bieten und ihnen nach Möglichkeit eine zweite Chance auf ein Leben in einer liebevollen Familie zu geben.

Dieses Tierheim ist einer der wenigen Orte auf der Welt, an dem Tiere in Gruppen statt in Einzelkäfigen koexistieren können und das schafft auf einzigartige Weise eine sichere Zufluchtsstätte für Tiere, bis sie adoptiert werden können.

Es wurde auch speziell für die armen Esel und Maultiere, die nach jahrelanger Arbeit ausgedient haben und für die Besitzer nicht mehr „brauchbar“ sind, ein sogenannter Gnadenhof eingerichtet, wo sie ihre letzten Tage, Wochen, Monate, Jahre in Frieden, Wertschätzung und Respekt verbringen dürfen (…früher wurden den armen Tieren die Füße zusammengebunden und sie dann einfach die Klippen runtergestoßen. Heute wird – Dank des Drängens von Christina & Dave mit dem Inselrat – soweit möglich ein wachsames Auge darüber gehalten, auch dass sie während ihres Arbeitslebens genug Ruhepausen, Schatten, sowie Futter und Trinken bekommen…)

Ab hier benötigt es jedoch Unterstützung, um das Überleben auf SAWA möglich zu machen. Dafür gibt es u.a. die Organisation:

„Auf Achse für die Fellnasen auf Santorini“

Egal, wo Tiere Hilfe brauchen...

Ob Hundefutter, Heuraufen, Heuballen, Wassertränken, medizinische Unterstützung, div. Materialien für Stallbauten und Unterkünfte für die Tiere, etc. etc.

...Tierschutz ist grenzenlos...

Aber diese Unterstützung muss über einige Grenzen und insgesamt 3000 km gebracht – in diesem Fall hier -  gefahren werden. Diese Transporte werden persönlich durchgeführt, um zu gewährleisten, dass die Spenden 1:1 vor Ort ankommen. In der Regel:

A hell of a driver: Mike Peun – dieses Jahr seine 11. Fahrt mit seinem „Mega Truck“ von Nordrhein-Westfalen, via Aspach - von hier wird das leckere Heu mitgenommen, ca. 680 Ballen) weiter nach Österreich, überall unterwegs noch schnell Futterspenden aufladen, anschließend Italien (in Bari auf die Fähre nach Patras / Griechenland) – von dort schnell rüber nach Piräus /Athen (nochmal auf die Fähre mit Ziel: Santorini)… alles auf SAWA-LAND abladen und dann die ganze Strecke wieder zurück.

Ohne viele helfende Hände, Menschen mit einem großen Herzen für Tiere und vielen Spenden würde das alles nicht funktionieren.

Und hier möchte SAWA-LAND mit Christina, Dave und all den tapferen Tierseelen, die dort leben, de, Team von „Auf Achse für die Fellnasen auf Santorini“, dem Dorfklub und allen Helfern DANKE sagen für die Fleißarbeit, eben mal 680 leckere Heuballenwürfel auf Mike’s Truck aufzuladen. 

Wer sich bis dahin die Zeit genommen hat, diesen Beitrag zu lesen, dem darf ich meine größte Verbundenheit entgegenbringen.

Und - ihr ahnt es vermutlich schon: 

Ich besitze das Privileg, jeden Tag in so treue, liebenswerte und vor allem dankbare und ehrliche Äuglein schauen zu dürfen, mit flinken Pfoten spazieren zu gehen, weiches Fell kuscheln und knuddeln zu dürfen und von herzensguten Fellnasen von Santorini geliebt zu werden.

Ach übrigens:

Für wen diese Geschichte noch nicht zu Ende sein und Interesse an einem Seelenknäuel von SAWA bestehen sollte – einfach gerne bei mir melden. 

Denn: 

Vergessene, ausgesetzte oder auch Straßenhunde sind keine Streuner. Sie sind Kämpfer mit Narben, Herz und Hoffnung in den Augen.

  Vielen Dank! Eure Andrea 

 

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